Anatomie und Gattungen

 

Viperidae 

Vipern und Ottern, bis auf wenige Ausnahmen ovipar (lebendgebärend statt eierlegend). Der Kopf ist meist dreieckig gedrungen und setzt sich somit vom Rest des Körpers ab. Einige Arten kommen auch in Europa, sogar in Deutschland vor wie z.B. die Kreuzotter und Aspisviper.

Der Giftapparat der Vipern ist mit solenoglyphen Zähnen ausgestattet, welche wie Kanülen durch einen Hohlraum im Zahninneren das Gift einspritzen.

Das Gift der meisten Vipern ist hämotoxisch. Wenige Arten besitzen aber auch Neurotoxine.

 

Crotalinae

Crotaliden sind Grubenottern und stellen somit eine Unterart der Vipern dar. Namengebend ist das typische Grubenorgan neben den Nasenlöchern welche empfindliche Wärmerezeptoren besitzen, die Temperaturveränderungen im Infrarot-Bereich wahrnehmen was sie zu ausgezeichneten nächtlichen Jägern macht. Crotaliden sind ovipar und gebären ihre Junge lebend.

Der Giftapparat der Crotaliden ist ebenfalls solenoglyph und spritzen das Gift kanülenartig durch den Hohlraum im Zahninnern in die Beute.

 

Elapidae

Echte Giftnattern wie zum Beispiel Kobras. Elapiden sind eierlegend.

Der Giftapparat ist im Gegensatz zu den Vipern und Grubenottern proteroglyph, was bedeutet, dass das Gift durch eine Rinne am Zahn in den Körper “eingekaut” wird anstatt wie bei den Grubenottern “injiziert”. Das Gift der meisten Elapiden ist neurotoxisch.