Artenschutz


Von vielen Menschen wird die Terraristik als eine Art “Tierquälerei” angesehen, dabei haben sich wohl die Wenigsten damit ernsthaft befasst. Wenn Terraristik richtig betrieben wird, stehen den Tieren artgerechte Haltungsbedingungen zur Verfügung, in denen sie sich fernab ihres manchmal gefährdeten Habitats leben und vermehren können. Eine Schlange braucht nicht sonderlich viel Platz und manche Arten leben ihr Leben lang an ein und derselben Stelle ohne den Drang zu verspüren, weiter zu ziehen. Ein Grund hierfür kann ein großes Vorkommen von Futtertieren sein. Solange das Futterangebot reichlich ist wird das Tier sich nicht von der Stelle weg bewegen. In Privathaltung ist dieses regelmäßige Angebot gegeben. Versteckplätze, frisches Trinkwasser und Futter ist alles was eine Schlange braucht. Eine gute Pflege und ausreichend Kenntnisse des Pflegers dürfen natürlich nicht fehlen. Ein wenig Liebe zur Dekoration und die Kenntnisse der herrschenden Voraussetzungen des vorkommenden Habitats der Tiere runden das ganze ab.

Nun soll es Menschen geben, darunter auch manche “Tierschützer” (zum Glück nicht alle!), die ihre Sicht der Dinge als die einzig Wahre propagieren und schlicht weg behaupten, dass gerade Exoten in ihrem natürlichen Habitat besser aufgehoben seien als in Privathaltung. Wir tolerieren diese Statements und denken, dass jeder nach seiner Meinung leben und handeln kann und sollte, solange dies nicht mit blinder Wut geschieht. Mit blinder Wut meinen wir die demonstrativen Verbotsversuche einiger Tierschutzorganisationen, die auf bundesweiter Ebene z.B. die Haltung exotischer Tiere verbieten wollen. Die Umschreibung des Wortes “blind” basiert darauf, dass sich eben diese Menschen keine ernsthaften Gedanken darüber machen, ob es dieses oder jenes andere Tier, ohne den mit sich bringenden Artenschutz, der ernsthaft betriebenen Terraristik überhaupt noch lange geben wird oder überhaupt noch geben würde.

Wie weiter oben bereits beschrieben benötigt eine Schlange nicht allzuviel, außer der nötigen Versorgung und der guten Kenntnis des Pflegers. Das Tier dankt diese Mühen mit einem gesunden und schön anzusehenden Erscheinungsbild sowie der Bereitschaft zur Fortpflanzung.

Dies soll keineswegs ein Seitenhieb auf den Tierschutz sein. Der Tierschutz tut viel Gutes zum Wohle der Tiere, aber seien wir doch mal ganz ehrlich…es ist leider ein trauriger Fakt, dass die Schreie nach Verboten sehr laut sind, ohne, dass sich die Beteiligten ernsthaft mit dem Thema “Exoten” und “Artenschutz” befasst haben. Manche Äußerungen sind einfach schlichtweg falsch und unüberlegt. Jedenfalls belegen sie mangelnde Kenntnis in Bezug auf die Materie.

Viele Schlangenarten, viele Europäische mit eingeschlossen, sind gefährdet, weil sie durch das Eingreifen des Menschen in ihrer natürlichen Umgebung nicht mehr existieren können.

Wir denken, dass die Terraristik hierbei einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der einzelnen Arten leisten kann.